Zum 75. Jahrestag der ersten Deportation

Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Trierer Region im Getto Litzmannstadt

Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus in Wittlich gedachte des 75. Jahrestages „der ersten Deportation von 518 jüdischen Menschen aus dem besetzten Luxemburg und der Trierer Region ins Getto Litzmannstadt. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die Juden, die am 16. Oktober 1941 aus dem damaligen „Gau Moselland“ in den „Reichsgau Wartheland“ deportiert wurden.

Die meisten der ins Getto Litzmannstadt deportieren Frauen und Männer kamen aus Luxemburg. Die anderen 192 Personen lebten im ehemaligen Regierungsbezirk Trier, vor allem in der Stadt Trier, aber auch in den Kreisen Trier, Saarburg und Bernkastel-Kues. Einige jüdische Bürger der Stadt Wittlich wurden ebenfalls deportiert“.

Die Vernissage fand am 21. Oktober in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus in Wittlich statt. Albert Klein, Erster Beigeordneter der Stadt Wittlich, übernahm die Begrüßungen; die Kuratorin, Dr. Pascale Eberhard und René Richtscheid referierten zur Thematik der Ausstellung und der Ausstellung selbst, wobei Schülerinnen Briefe aus dem Ghetto Litzmannstadt von Wittlicher Juden vortrugen. Musikalisch begleitete die Vernissage der Luxemburger Cellist André Mergenthaler, der 1957 in Luxemburg geboren wurde und Cello in Luxemburg, Paris sowie Köln studierte. Von 1984 bis 1995, als Mitglied der legendären französischen Kultgruppe «ART ZOYD», spielte er auf weltweiten Tourneen u.a. in Kassel auf der documenta 8. Seit 1995 widmet sich Mergenthaler seiner Solokarriere, daneben komponiert er auch für Filme (u.a. Hannah Arendt von Margarethe von Trotta) und Theater.

Führungen durch die bis zum 9. November präsentierte Ausstellung sowie ein Begleitprogramm (siehe den Artikel „Bau der „Reichautobahn“ in der Eifel (1939-1941/42)“) wurden ebenfalls angeboten.