„Die Spuren des Heiligen Landes in der Eifel entdecken“

 

Mnstermaifeld Grablegungsgruppeso lautete das Thema der Tagesfahrt des Emil-Frank-Instituts am 25. Juni 2017. Von Monika Metzen-Wahl organisatorisch vorbereitet und betreut, von René Richtscheid mit zahlreichen historischen Fakten inhaltlich nähergebracht sowie von Ansprechpartnern vor Ort jeweils konkret ergänzt, erlebten ca 30 Teilnehmer ihre eigene Heimat aus einem meist unbekanntem Blickwinkel.

 

 

 

Beginnend mit dem Besuch der Burgruine in Ulmen, dem früheren Wohnort des Ritters Heinrich von Ulmen, der Teilnehmer des 4. und 5. Kreuzzuges war. Er brachte die Staurothek mit Kreuzpartikeln aus Konstantinopel in die Eifel, die heute im Limburger Diözesanmuseum besichtigt werden kann.

04 MnstermaifeldHinweise zu Graf Hermann III. von Virneburg – Monreal – der am 5. Kreuzzug teilgenommen hatte, erhielten die Gäste während der Fahrt nach Münstermaifeld, der zweiten Station. Die Stiftskirche St. Martin und St. Severus zeigt in der Architektur des dritten Teilbaus aus dem 13. Jh. für eine weitere Kreuzreliquie Anklänge an die Topographie von Jerusalem mit Heilig-Kreuz-, Marien- und Johannesaltar. Auf Ende des 15., Anfang des 16. Jh. ist die Grablegungsgruppe datiert, die im linken Seitenschiff zu besichtigen ist. Nachbildungen des Münstermaifelder Kunstwerks finden sich in Ediger-Eller und in Spangdahlem.

Von der Osteifel führte der Weg über Malberg in die Westeifel.

07 MalbergAuf Schloss Malberg hat Herr Solchenbach, Mitglied des Fördervereins Schloss Malberg, die Gruppe willkommen geheißen. Von ihm erhalten die Gäste Informationen zu Kuno von Malberg, der am 2. Kreuzzug teilgenommen hat, und zu Gerhard von Malberg, der von 1241 bis 1244 Hochmeister des Deutschen Ordens war.

Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche St. Peter in Roth an der Our war unser nächstes Ziel. Nur im Chorraum sind heute noch die ursprünglichen Bauelemente zu erkennen. Veränderungen kamen im 13. Jahrhundert und um 1466; Ausbesserungen der Schäden durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg fanden 1962 statt.

Schloss Roth, die ehemalige Komturei der Templer, ging wie die Kirche im 14. Jahrhundert auf die Johanniter/Malteser über und befindet sich seit 1797 in Privatbesitz.

Das nahe gelegene Vianden ist die letzte Station der Eifeltour gewesen. Die Trinitarierkirche mit dem ehemaligen Kloster ist als Gesamtanlage ein Geschenk Heinrichs I. für die mithilfe des Trinitarierordens bewerkstelligte Befreiung seines Vaters Graf Friedrich III., der beim 5. Kreuzzug in Gefangenschaft geraten war. In der Klosterkirche befinden sich die Grabstätten Heinrichs von Nassau, Marias von Sponheim und Yolandas von Vianden. Das Kloster wurde 1783 aufgehoben und die Kirche zur Pfarrkirche von Vianden.

Text und Bilder: Monika Metzen-Wahl