Zum 75. Jahrestag der ersten Deportation

Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Trierer Region im Getto Litzmannstadt

Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus in Wittlich gedachte des 75. Jahrestages „der ersten Deportation von 518 jüdischen Menschen aus dem besetzten Luxemburg und der Trierer Region ins Getto Litzmannstadt. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die Juden, die am 16. Oktober 1941 aus dem damaligen „Gau Moselland“ in den „Reichsgau Wartheland“ deportiert wurden.

"Wittlich trialogisch"

 Cover Wittlich trialogisch klein

Drei Weltreligionen in einem Band: „Wittlich trialogisch“ bringt die Weltreligionen miteinander ins Gespräch und führt die Leser auf eine spannende Entdeckungsreise. Herausgegeben wird das Heft von Prof. H.G. Gradl und N. Uder.

Nähere Informationen hier. Der Termin der offiziellen Buchvorstellung wird zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle bekanntgegeben.

„Interreligiöser Dialog als Chance zur Lösung aktueller Krisen?“

Im Rahmen der Vortragsreihe des Emil-Frank-Instituts über "Chancen und Schwierigkeiten eines interreligiösen Dialogs"

Den Abschlussvortrag zur interreligiösen Vortragsreihe hielt RA Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, am 23.02.2016 in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier.

Gleich zu Anfang betonte Herr Botmann, dass er sich der obigen Fragestellung seines Vortrags nicht als Rechtsanwalt, sondern als „Fragender, Suchender und Forschender“ nähern wolle. Er berichtete von der Geschichte der Juden in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beginnend mit der Gründung erster Gemeinden bis hin zur Organisation und der Arbeit des Zentralrats der Juden.

 

Der Islam im Spannungsfeld zwischen Toleranz und Gewalt – Annäherung und Abgrenzung zum Judentum und Christentum

Im Rahmen der Vortragsreihe des Emil-Frank-Instituts über Chancen und Schwierigkeiten eines interreligiösen Dialogs

Fast bis auf den letzten Platz belegt zeigte sich die Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier am Donnerstag, den 11.02.2016. Rund 200 Interessierte zog es zum Vortrag von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster), was beweist, wie sehr diese sensible Thematik aktuell die Gemüter bewegt.

Zu Beginn leitete Prof. Khorchide gezielt mit einer kleinen Einführung zum eigentlichen Vortrag hin. So meinte er, dass Gewalt und Terror komplexe Phänomene seien. Es gäbe viele Ursachen, aber kaum Ansätze, die das Problem Gewalt und Terror in Gänze lösen würden. Global betrachtet, solle man sich nicht wundern, dass der Export von Gewalt und Krieg auch Gewalt und Krieg hervorbringe.

Versöhnung zwischen den Religionen - ein Erfahrungsbericht

Im Rahmen der Vortragsreihe des Emil-Frank-Instituts über Chancen und Schwierigkeiten eines interreligiösen Dialogs

 

Zum Auftakt der Vortragsreihe am 19.01.2016 in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier ließ Herr Erzbischof Dr. em. Robert Zollitsch (ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz) die ZuhörerInnen an seinen Erfahrungen im interreligiösen Dialog teilhaben. Am Ende seines Vortrags stellte er sich geduldig den neugierigen, aber auch teils kritischen Fragen, die sich bei den ca. 80 interessierten Anwesenden auftaten.

„Nacht-und-Nebel“-Häftlinge in der Region

Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2016 in der Synagoge in Wittlich

Auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Wittlich, des Arbeitskreises „Jüdische Gemeinde Wittlich“ und des Emil-Frank-Instituts referierte Lena Haase, Mitarbeiterin des Projektes „Gestapo Trier“ der Universität Trier, in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge in Wittlich zum Thema „Nacht-und-Nebel“-Häftlinge in der Region.

Ein Abend für Martin Buber

Vor 50 Jahren starb in Israel der vor allem als Begründer der Dia-Logik und Übersetzer der Heiligen Schrift hoch geehrte Martin Buber, einer der wichtigsten jüdischen Denker des 20. Jahrhunderts. Er inspirierte mit seiner Aufnahme johanneischer Terminologie und seiner bevorzugten Einbindung Jesu in die dialogische Philosophie vor allem Christen (bis in die höchsten Ebenen) und bemühte sich Zeit seines Lebens, auch angesichts des Antisemitismus um den interreligiösen Dialog. Das Emil-Frank-Institut lud aus diesem Anlass zu einer gut besuchten literarisch-musikalischen Annäherung an den Religionsphilosophen am 10. Dezember 2015 in die Kultur- und Tagungsstätte Synagoge in Wittlich ein.

Martin Buber, 1878 in Wien in einer großbürgerlichen Familie geboren und im chassidischen Milieu in Galizien aufgewachsen, lebte und wirkte über viele Jahrzehnte auch in Deutschland. Von 1916 bis zur Vertreibung im Jahre 1938 wohnte er mit seiner Familie in Heppenheim an der Bergstraße. Sein damaliges Haus ist heute eine Begegnungs- und Erinnerungsstätte sowie sinnigerweise Sitz des internationalen Rates der Christen und Juden. Eine Dauerausstellung dort macht die Besucher mit seinem Leben und Werk bekannt.

„Aus dem Tagebuch eines Mitreisenden“

 

San Nicola Bari

Als Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen „trialogischen Intensivzeit“ organisierte das Emil-Frank-Institut eine fünftägige Exkursion vom 14.10. - 18.10.2015 nach Apulien. Auf dem Programm standen die Besichtigung der Städte Trani, Bari und Lucera – Städte, deren Historie eng mit der Geschichte des Judentums, Christentums und des Islam sowie der gegenseitigen kulturellen bzw. religiösen Beeinflussung der drei Religionen verbunden ist. Hinzu kamen ein Ausflug auf die Halbinsel des Gargano nach Monte Sant‘ Angelo, einer bedeutenden Verehrungsstätte des Erzengels Michael, und die Besichtigung des von Friedrich II. erbauten Castel del Monte, in welchem sich vorderorientalische Architekturelemente wiederfinden, die aus dem islamischen Kulturraum stammen. Einen Abschluss fand die Fahrt im Besuch der „weißen Stadt“ Ostuni und des Trullistädtchens Alberobello, in dessen Gebiet sich zur Zeit des italienischen Faschismus ein Campo di Concentramento befand.

Die zehn TeilnehmerInnen wurden von den beiden Reiseleitern René Richtscheid (Geschäftsführer des Emil-Frank-Instituts) und Natalie Uder (Mitarbeiterin im Themenfeld des jüdisch-christlich-islamischen Trialogs) während der gesamten Bildungsfahrt begleitet und eingehend über das Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen von der Antike bis zur Gegenwart informiert.