Mit unserer Schriftenreihe wenden wir uns an alle, die Interesse an der jüdischen Religion und Geschichte, dem Staat Israel und der Gedenkarbeit haben. Aufgeführte Schriften des Emil-Frank-Instituts können in der Bibliothek, bei booklooker.de oder beim Paulinus Verlag Trier käuflich erworben werden. Alternativ können Sie die Bücher auch über den Buchhandel beziehen.

Band 18: Letzte Jahre

Das Schicksal der deportierten Juden aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich

Letzte Jahre Titelblatt klein

Mit der Herrschaftsübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 begann eine Entwicklung, die letztendlich zum Ende allen jüdischen Lebens auf dem Lande, auch im heutigen Kreis Bernkastel-Wittlich, führte. Es waren für die Juden, die oft seit Generationen hier lebten, Jahre der immer stärkeren gesellschaftlichen Ausgrenzung und der Einschränkung der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Jahre, in denen man versuchte, durch Wegzug in die Städte und durch Auswanderung das nackte Überleben zu sichern.

Für viele endete trotz dieser Mühen der Weg in den Gettos und Lagern im Osten. Dort lebten sie aber auch nach der Deportation noch Monate oder gar Jahre unter katastrophalen Lebensumständen, bis sie diesen Strapazen erlagen oder in die Tötungsstätten deportiert und ermordet wurden. Ihrem Schicksal wird in diesem Buch nachgegangen.

Die Autorin Dr. Marianne Bühler, Jg. 1949, Theologin, war von 1997 - 2007 pädagogische Mitarbeiterin im Emil-Frank-Institut. Mitglied im Arbeitskreis „Jüdische Gemeinde Wittlich“; Forschungen und Veröffentlichungen zur Lokal- und Regionalgeschichte der Juden im Raum Eifel – Mosel – Hunsrück.

Bibliografische Angaben: Dr. Marianne Bühler: Letzte Jahre - Das Schicksal der deportierten Juden aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich in der Zeit von 1933 - 1945, 303 Seiten, ISBN 978-3-7902-1904-3, 17,90 €

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de) und in allen Buchhandlungen.

Band 17: Vertriebene Sind wir, Verbannte -

Portraits fünf deutsch-jüdischer Juristen aus Wittlich

Mit Beginn der NS-Herrschaft verschärft sich eine bereits in der Weimarer Republik in deutsch-nationalen Kreisen vorhandene antisemitische Stimmung gegen die deutschen Juden. Neben Geschäftsinhabern geraten vor allem jüdische Juristen und Ärzte in das Visier der Nationalsozialisten – ihre Kanzleien und Praxen werden reichsweit am 1. April 1933 boykottiert.

Auch die hier porträtierten deutsch-jüdischen Juristen aus Wittlich bleiben von diesen staatlichen Sanktionen nicht verschont. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen können sie der Deportation und Ermordung entkommen – doch keinem gelingt es, im Exil wieder als Jurist zu arbeiten.

Der Autor, Franz-Josef Schmit, ist Lehrer für Deutsch und Ethik am Cusanus-Gymnasium Wittlich und Mitarbeiter im Arbeitskreis „Jüdische Gemeinde Wittlich“

Die Veröffentlichung wurde gefördert von der Stiftung Stadt Wittlich, der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz (LAG), dem Förderprogramm für Heimat- und Kulturpflege des Landkreises Bernkastel-Wittlich und den Rechtsanwälten Dr. Margit Bastgen (Wittlich) und Jörg Mühlenfeld (Ulmen).

Bibliografische Angaben: Franz-Josef Schmit: Vertriebene sind wir, Verbannte, 220 Seiten, ISBN 978-3-7902-1903-6, 14,90 €

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de) oder in allen Buchhandlungen.

Band 16: Romika - "Eine jüdische Fabrik"

„Romika tragen Wohlbehagen“ Romika, eine Schuhmarke und eine Schuhfabrik mit wechselnder Geschichte und nicht immer rühmlicher Vergangenheit.Bis heute war es eine kaum hinterfragte gängige Darstellung, dass die Romika-Schuhfabrik 1936 gegründet und dabei die bereits existierende Marke ROMIKA übernommen worden war.

Es erfüllt nicht unbedingt mit Wohlbehagen, wenn man in diesem Buch erfährt, dass diese Fabrik bereits 1921 von den drei Kölner Schuhfabrikanten Hans Rollmann, Carl Michael und Karl Kaufmann gegründet, und der Name RO MI KA aus den Namenskürzeln dieser drei Männer gebildet worden war. Hans Rollmann war zudem Inhaber von der Fabrik Rollmann & Mayer in Köln.

Ausgesprochen unbehaglich wurde 1933 für zwei dieser Gründer die Tatsache, dass sie jüdischen Glaubens waren. Mit der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten wurden sie aus der „deutschen Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen und ihre Fabriken abwertend als „jüdisch“ bezeichnet, als ob Fabriken oder Schuhe jüdisch sein könnten! Die Folge war, dass die Juden außer Landes flüchten mussten und dass ihre Fabriken ihnen vorher mit heimtückischen, aber immer als legal getarnten Methoden abgejagt wurden. Nachdem die Nationalsozialisten die Romika in den Konkurs getrieben hatten und ihre Inhaber ins Ausland geflohen waren, „übernahm“ (nach seinen Worten: „gründete“) Hellmuth Lemm 1936 die, wie er es nannte, „richtige“ Romika und „vergaß“ bei allen folgenden Jubiläumsfeiern das wahre Gründungsdatum und die Namen der wirklichen Gründungsväter der Romika zu nennen.

Dieses Buch schildert ausführlich sowohl die Anfangsjahre der ersten wahren Romika als auch die schwierigen gerichtlichen Bemühungen der Gründererben, Entschädigung für ihr geraubtes Erbe zu erlangen.Die Schuhfabriken ROMIKA in Gusterath-Tal sowie Rollmann & Meyer in Köln.

Bibliografische Angaben:
Heinz Ganz-Ohlig: Romika - "Eine jüdische Fabrik". Die Schuhfabriken ROMIKA in Gusterath-Tal sowie Rollmann & Meyer in Köln, 230 Seiten, 27 x 23 cm, Festeinband, ISBN 978-3-7902-1902-9, 24,90 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), direkt bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 15: Land, Bibel und Geschichte

Das Buch beschreibt den katholischen Standpunkt im Glaubensstreit zwischen Christen, Juden und Moslems im Heiligen Land. Welches Verständnis liegt dem Konzept des „Verheißenen Landes“ zugrunde?

Daraufhin befragen die beiden theologischen Autoren die biblischen Zeugnisse beider Testamente und die katholische Lehre durch die Jahrhunderte. Die Sicht der frühen Kirche, des Mittelalters bis in die heutige Zeit wird dabei von dem Bibelwissenschaftler P. Alain Marchadour und dem Jesuit David Neuhaus ebenso in den Blick genommen, wie die Auswirkungen der Schoah, des westlichen Kolonialismus im Nahen Osten, die Entstehung des Staates Israel und die Geburt des palästinensischen Flüchtlingsproblems auf das Verständnis des „Heiligen Landes“.

Bibliografische Angaben:
Alain Marchadour  | David Neuhaus: Land, Bibel und Geschichte, 256 Seiten, 14 x 21,5 cm, Broschur, ISBN 978-3-7902-1901-2, 15,00 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 14: Jüdisches Leben in Thalfang - Geschichte und Schicksale

Aus Anlass der Verlegung von 21 „Stolpersteinen“ im Jahre 2011 entstand eine völlig neu recherchierte, ausführliche Dokumentation des individuellen Schicksals der Thalfanger Juden sowie weiterer 50 jüdischer Opfer, die mit Thalfang und dem Nachbarort Talling in Verbindung stehen. 

Voraus geht eine umfassende historische Darstellung der ehemals bedeutenden jüdischen Gemeinde, wobei die lokale Geschichte bewusst in den breiteren Horizont der jeweiligen Epoche gestellt wird. Ferner referiert der Verfasser die Gedenkarbeit in Talling und Thalfang, insbesondere seit der Gründung des „Arbeitskreises Jüdisches Leben in Thalfang“ im Jahre 2009. Ereignisse und Personen, die Thalfang ein gewisses „Alleinstellungsmerkmal“ geben, finden in einem dritten Teil ihre Würdigung. Dabei wird auf den 1815 geborenen Dr. Samuel Hirsch, den bedeutenden Religionsphilosophen und Reformrabbiner, besonders eingegangen. Leben und Werk dieser faszinierenden Gestalt der jüdischen Moderne werden in einer auch für Laien verständlichen Form dargestellt. Zahlreiche bisher unveröffentlichte Abbildungen, Quellentexte und Tabellen machen das Buch auch für einen breiten Leserkreis außerhalb der Region attraktiv.

Bibliografische Angaben:
Elmar P. Ittenbach: Jüdisches Leben in Thalfang. Geschichte und Schicksale, 220 Seiten, 14 x 21,5 cm, Broschur mit 32-seitigem Farbbogen, ISBN 978-3-7902-1900-5, 15,00 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 13: Joseph Feiner - Ein jüdischer Lehrer aus Wittlich

Der in Wittlich geborene und aufgewachsene Joseph Feiner war nach seiner Ausbildung in der „Marks-Haindorf-Stiftung“ in Münster von 1884 bis zu seiner Pensionierung 1929 als Lehrer und Rektor in Sonsbeck, Finsterwalde und an verschiedenen jüdischen (Reform-)Schulen in Hamburg tätig. Von 1908 bis 1922 stand er an der Spitze des „Verbandes der jüdischen Lehrervereine im Deutschen Reiche“. Für seine Ideen trat der liberale Jude und Freimaurer in zahlreichen Artikeln und mehreren Monographien auch publizistisch ein. 

Zu Leben und Werk dieses bedeutenden – in Vergessenheit geratenen – Wittlichers legt Franz-Josef Schmit erstmals eine Biografie vor, die sich auch mit dem tragischen Tod Feiners und dem Schicksal seiner Familie in der nationalsozialistischen Zeit auseinandersetzt.

Bibliografische Angaben:
Franz-Josef Schmit: Joseph Feiner - ein jüdischer Lehrer aus Wittlich. Stationen eines bewegten Lehrerlebens, 168 Seiten, 14 x 21,5 cm, Broschur, ISBN 978-3-7902-1375-1, 16,90 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 12: Festschrift 100 Jahre Synagoge Wittlich

Im Jahr 2010 konnte Wittlich auf das hundertjährige Bestehen seiner ehemaligen Synagoge zurückblicken. Die Festschrift zum Jubiläum bietet alles Wissenswerte zu dem Gotteshaus und der Jubiläumsausstellung. Die Synagogengemeinde Wittlich konnte im Jahre 1910 ihre neue, in einem modernen Stil erbaute Synagoge unter großer Anteilnahme der gesamten Bevölkerung der Stadt einweihen. Jedoch diente das Gebäude nur 28 Jahre lang als Gotteshaus. Im Verlauf des Novemberpogroms 1938 wurde die Synagoge geschändet, wenige Wochen später an die Stadt zwangsverkauft und als Kriegsgefangenenlager genutzt. Nach dem Krieg ging sie in den Besitz der Jüdischen Kultusgemeinde Trier über. 1975 erwarb die Stadt Wittlich das vom Verfall bedrohte Gebäude, renovierte es umfassend und richtete es als Kultur-, Tagungs- und Gedenkstätte ein. Über diese wechselvolle Geschichte informierte eine Ausstellung zum hundertsten Geburtstag des Synagogengebäudes im Jahre 2010. Neben der Dokumentation der Ausstellung bietet der vorliegende Band einführende Beiträge zur Geschichte, Architektur und liturgisch-religiösen Bedeutung des Bauwerks und zu seinem Architekten sowie eine Auswahlbibliographie.

Bibliografische Angaben:

Reinhold Bohlen / René Richtscheid: 100 Jahre Synagoge Wittlich. Festschrift, 150 Seiten, 21,5 x 30 cm, Festeinband, ISBN 978-3-7902-1378-2,24,90 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 11: Jüdische Familien von der Mittelmosel

Marie-Luise Conen (Berlin, geboren in Lösnich) und Hilde Weirich (Kleinich) sind den Spuren der jüdischen Familien nachgegangen, die über 200 Jahre an der Mittelmosel ihr Zuhause hatten, generationenlang Nachbarn waren und den Alltag teilten. Das Buch hält deren Geschichte fest, zeichnet ihre Wege innerhalb Deutschlands und in anderen Ländern nach und beschreibt auch Einzelschicksale.

Daran anschließend widmet sich der Band der Darstellung einzelner Elemente jüdischen Lebens, wie des Religionsunterrichts und der Synagoge, und zeigt die jüdischen Friedhöfe als heute noch existierende Zeugen der Vergangenheit.
Ein umfangreicher Stammbaum-Teil im Anhang rundet das Buch ab. Es wendet sich an alle, die an regionaler jüdischer Geschichte interessiert sind.

Bibliografische Angaben:
Marie-Luise Conen / Hilde Weirich: Jüdische Familien an der Mittelmosel. Lebensverläufe von 1714 bis zur Gegenwart, 262 Seiten, 21 x 27 cm, Festeinband, ISBN 978-3-7902-1377-5, 24,90 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

Band 10: Festschrift 50 Jahre Synagoge Trier

Aus Anlass des Jubiläums 2008 erläutern namhafte Autoren den Synagogenbau und geben einen EInblick in die wechselvolle Geschichte der Jüdischen Kultusgemeinde Trier.

Bibliografische Angaben:

Reinhold Bohlen / Benz Botmann (Hrsg.), Neue Adresse: Kaiserstraße. 50 Jahre Synagoge Trier -Festschrift, 112 Seiten, 21 x 27 cm, Festeinband, ISBN 978-3-7902-1376-8, 18,90 Euro.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen. 

CD-ROM: Juden in Wittlich

Die CD hält für Sie Informationen über die ehemalige jüdische Gemeinde Wittlich und ihre Mitglieder bereit, über den Bau und die Ausstattung ihrer Synagogen, über den jüdischen Friedhof sowie zum Emil-Frank-Institut.

Darüber hinaus ermöglichen die hier präsentierten Texte und Bilder, Videos und Tondokumente interessante Einblicke in viele Facetten jüdischen Glaubens und Lebens.

Auf dieser CD erhalten Sie Informationen über:
* Synagoge
* Geschichte
* Friedhof
* Gemeinde um 1930
* Schule
* Portraits
* Gedenken
* AKJG Wittlich
* Geschichte des Schrankes
* Emil-Frank-Institut

 

Band 9: Begegnung mit dem Judentum

Mit Beiträgen von Walter Homolka, Gérald Rosenfeld, Alfred Haverkamp, Uri Kaufmann, Andreas Heinz, Walter A. Euler, Marianne Bühler 

»Begegnung mit dem Judentum« – mit dieser viel beachteten Vorlesungsreihe läutete das Emil-Frank-Institut an der Theologischen Fakultät der Universität Trier die Feierlichkeiten zu seinem zehnjährigen Bestehen ein. Jüdische und christliche Gesprächspartner und -partnerinnen der unterschiedlichsten Strömungen ihrer Religion kamen bei den Veranstaltungen im Wintersemester 2006/07 zu Wort. Jüdisches Denken, Toraverständnis, historische Fragestellungen, die christliche Sicht auf das Judentum und der Umgang christlicher Gruppen mit jüdischen Gottesdienstformen – die Beiträge sind nun in der vorliegenden Veröffentlichung in der Schriftenreihe des Emil-Frank-Institutes allen Interessierten zugänglich.

Herausgegeben von Reinhold Bohlen erschienen im Paulinus Verlag

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 8: Im Namen Gottes gegen den Frieden

Fundamentalismus im israelisch-palästinensischen Konflikt. Von dem mit großer Hoffnung begleiteten Osloer Friedensabkommen zwischen Yitzhak Rabin und Yassir Arafat sind nur noch Erinnerungen geblieben. Mit Ausbruch der Al-Aqsa-Intifada im September 2000 ist eine neue Zuspitzung im israelisch-palästinensischen Konflikt eingeleitet worden, und eine friedliche Lösung dieses Dauerkonflikts ist weiter entfernt denn je. Im Heiligen Land dreht sich unaufhaltsam die Spirale der Gewalt, angetrieben von fundamentalistischen Gruppierungen beider Seiten, die einen Friedensprozeß und eine damit verbundene endgültige Teilung des Heiligen Landes verhindern wollen.

Astrid Hansen erhellt das Verständnis für den Nahostkonflikt durch eine systematische Klärung des Fundamentalismusbegriffs und die Vorstellung der einzelnen fundamentalistischen Gruppierungen beider Seiten. Dabei geht sie auf deren Entstehung, Ideologien, Führungspersönlichkeiten und Mechanismen des Terrors und der Gewalt ein.

Herausgegeben von Astrid Hansen

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.

 

Band 7: "Gottesmörder" – Auserwähltes Volk

Als epochemachend gelten die wenigen Zeilen bis heute: Jene sogenannte Judenerklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965), die nach Jahrhunderten einer verwickelten, von Entfremdung, Hass und Verfolgung geprägten Geschichte zwischen Katholiken und Juden ein neues, auf gegenseitiger Anerkennung und Respekt basierendes Verhältnis zwischen 'Baum' und 'Wurzel' einleitete. Gar als Magna Charta des christlich-jüdischen Gesprächs wird das vierte Kapitel der ""Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen"" (Nostra aetate) gerne bezeichnet. 

Doch dem, dessen sich die katholische Kirche nach rund 2000 Jahren erneut in einem langwierigen Prozess bewusst werden musste, standen von Beginn an politische Implikationen und divergierende Interessen zur Seite. Was die Kirche Roms in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg primär als theologische Frage behandelt wissen wollte, wurde auf arabischer Seite unter anderen Gesichtspunkten wahrgenommen. In der Entscheidung Johannes' XXIII., das damals noch als "jüdischer Problemkreis" betitelte Thema auf dem Konzil zu behandeln, erblickten die arabischen Staaten eine offene Provokation, eine Parteinahme für den nunmehr seit rund zwölf Jahren existierenden Judenstaat sowie eine glatte Geschichtsfälschung. Die intensive Zusammenarbeit der Konzilstheologen, Bischöfe und Kardinäle mit jüdisch-amerikanischen Organisationen, insbesondere dem American Jewish Committee lieferte ihnen den vermeintlichen Beweis für eine neue zionistische Weltrevolution, die nunmehr selbst vor den Toren von Sankt Peter keinen Halt mehr machte: Sollten die Juden von der seit Jahrhunderten geltenden "Wahrheit", "Gottesmörder" zu sein, "freigesprochen" werden, dann habe letztlich auch der Staat Israel eine nicht nur politische Existenzberechtigung.

"Ostry deckt mit seiner Studie ""Gottesmörder - Auserwähltes Volk. Das American Jewish Committee und die Judenerklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils"", der umfangreiche Studien in Israel, den USA und in Deutschland zugrunde liegen, die Interessen der am Zustandekommen der Erklärung Beteiligten auf und ordnet sie in den zeitgeschichtlichen Kontext einer der spannendsten Epochen der neueren Zeit- und Kirchengeschichte ein. So wird nicht nur die Geschichte dieser, wie kaum ein anderes Dokument des Konzils umkämpften Erklärung neu dargestellt, sondern viele, selbst in wissenschaftlichen Kreisen kursierende Vorurteile werden einer Revision unterzogen. Zudem skizziert der Autor die Entstehung, Vielfalt und Interessen einer der lebendigsten und vielfältigsten jüdischen Gemeinschaften der Erde: der in den sechziger Jahren im "Goldenen Zeitalter" angekommenen amerikanisch-jüdischen Gesellschaft.

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Band 6: Steine über dem Fluss...

Auch heute noch kann man sie in unserer Region finden: jüdische Friedhöfe. Sie liegen friedlich inmitten von Weinbergen oder im Wald. Viele wurden aber zerstört, so dass nur noch wenige Steine vorhanden sind. "Steine über dem Fluss..." – sie sind oft die einzigen Zeugen der Geschichte der Juden an der Mosel. In diesem Band hat Uwe W. Bauer zahlreiche Farbfotos von den Friedhöfen von Konz bis Koblenz zusammengestellt. Sie werden ergänzt durch einführende Artikel und Erläuterungen zu den einzelnen Gemeinden von Marianne Bühler. Das Ergebnis ist ein "kleiner Reiseführer", der Interessierte zu jüdischen Spuren im Moseltal lenkt und dazu beitragen möchte, diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Jüdische Friedhöfe an der Mosel mit zahlreichen Farbfotos von Uwe W. Bauer und erläuternden Texten zu den einzelnen Gemeinden von Marianne Bühler, Paulinus Verlag Trier, 2002.

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Band 4: Paul VI. – Rom und Jerusalem

Am 4. Dezember 1963 verkündete Papst Paul VI. den Konzilsvätern seine Absicht, zu Beginn des neuen Jahres ins Heilige Land zu pilgern. Die Welt staunte: zum ersten Mal seit 150 Jahren verließ ein Papst Italien, mehr noch: er reiste zu den Ursprungsstätten des Christentums und gleichzeitig in eine von politischen Krisen geschüttelte, ständig kriegsgefährdete Region. "Pauls Pilgerreise vom Januar 1964 erscheint in Vorbereitung und Durchführung, trotz vieler Unwägbarkeiten und trotz allfälliger Improvisationen als ein bis weit in die Details hinein durchgeformtes theologisches und politisches, ein gelungenes Kunstwerk. Sie bildete und bildet den Prototyp der modernen Papstreise als eines wesentlichen Instrumentes pontifikaler Selbstdarstellung und pontifikaler Politik im internationalen Rahmen."

Die Pilgerfahrt des Papstes ins Heilige Land erfolgte vor dem Hintergrund der Debatten des Zweiten Vatikanischen Konzils über den Ökumenismus und insbesondere über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den Juden. Das Ergebnis des nahezu fünf Jahre andauernden Prozesses von den ersten Entwürfen bis zur Promulgation ist die "Erklärung über das Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen" (Nostra aetate). Obwohl politische Agitation der arabischen Staaten und theologische Grabenkämpfe immer wieder zum Ziel hatten, das Thema von der Tagesordnung abzusetzen, gelang es dem Konzil mit Nostra aetate, eine Wende im Verhältnis von Katholiken und Juden einzuleiten - aus heutiger Sicht  theologische Grundlage und historischer Anfang des Weges mit den "älteren Brüdern im Glauben" (Johannes Paul II.).
Der vorliegende Band behandelt in zwei ausführlichen Beiträgen sowohl die Pilgerreise als auch den Weg des Konzils zur Erklärung "Nostra aetate". Umfangreiches neues Quellenmaterial aus israelischen, amerikanischen und deutschen Archiven bildet die Grundlage der Analysen und Reflexionen des Theologen Ostry und des Historikers Brechenmacher.

Konzil, Pilgerfahrt, Dialog der Religionen hrsg. von Thomas Brechenmacher, Hardy Ostry
Mit einem Vorwort von Walter Kardinal Kasper. Paulinus Verlag Trier, 2000. 304 Seiten

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Band 3: Bibliographie zur Geschichte der Juden im Kreis Bernkastel-Wittlich

Die Bibliographie stellt einen bedeutenden Lückenschluss in der Geschichtsforschung des Landjudentums dar: Erstmals liegt hiermit für den Zeitraum von 1900–1999 ein umfassendes Verzeichnis von Aufsätzen, Artikeln und Büchern über diesen Bereich der Geschichte des Kreises vor. Ein unverzichtbares Hilfsmittel für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Wissenschaftler, die Interesse an der jüdischen Geschichte des Kreises Bernkastel-Wittlich haben.

Alexander Raskin, Bibliographie zur Geschichte der Juden im Kreis Bernkastel-Wittlich, Paulinus Verlag Trier, 2000, 144 Seiten.

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Band 2: Amerikanisches Judentum heute

Die grundlegende Geschichte der amerikanischen Juden besteht aus zwei Erzählsträngen. Auf der einen Seite ist keine Gesellschaft in der Geschichte der jüdischen Diaspora so offen gewesen für jüdisches Engagement und jüdische Teilnahme wie die Vereinigten Staaten. Wenn das äußere Leben der Juden in Amerika eine einzigartige Erfolgsstory ist, so wird jedoch gleichzeitig ihr inneres Leben als Juden in zunehmendem Maße in Frage gestellt. Verstehen Juden, was es bedeutet, Jude zu sein, und wissen sie, weshalb es wichtig ist, ein jüdisches Leben zu führen? Der vorliegende zweite Band der Schriften des Emil-Frank-Instituts thematisiert in drei Beiträgen namhafter Persönlichkeiten des American Jewish Committee, eine der größten jüdischen Organisationen in den USA, aktuelle und historische Fragestellungen: Steven Bayme: "Das amerikanische Judentum nach dem Holocaust"; Rabbiner A. James Rudin: "Das amerikanische Judentum in einer multireligiösen und multiethnischen Gesellschaft"; David A. Harris: "Die amerikanischen Juden und die Außenpolitik der Vereinigten Staaten".

Beiträge von: Steven Bayme, A. James Rudin, David A. Harris. hrsg. von Ursula Mantell-Oomen.

Erhältlich bei der Paulinus Verlag GmbH (Tel.: 0651/4608-121, E-Mail: media [at] paulinus.de), bei booklooker.de oder in allen Buchhandlungen.